China aus der Luft: Leica präsentiert spektakuläre Aufnahmen aus den 30er Jahren und der Neuzeit

Castell_Dorf Kwantung Esch_Shenyang

Exklusive Ausstellung in der Chinesischen Botschaft zeigt historische Leica Aufnahmen des Flugpioniers Wulf-Diether Graf zu Castell-Rüdenhausen vom China der 30er-Jahre im Dialog mit aktuellen Bildern des Architekturfotografen HG Esch

Wetzlar, 11.06.2015. Die imposanten Gebirgszüge des Himalaya, das geordnete Durcheinander der Boote auf dem Jangtsekiang und immer wieder die strenge Geometrie der Verbotenen Stadt – vor rund 80 Jahren dokumentierte der deutsche Flugpionier Wulf-Diether Graf zu Castell-Rüdenhausen (1905 – 1980) aus der Vogelperspektive ein China, wie es bis dahin kaum ein Europäer gesehen hatte. Ab dem 11. Juni 2015 werden die historischen Luftbilder im Rahmen eines außergewöhnlichen kontrapunktischen Ausstellungskonzepts in der Chinesischen Botschaft in Berlin ausgestellt. Die Fotografien laden den Betrachter ein, die boomende Volksrepublik neu zu entdecken.

Das China, das Graf Castell in den 30er-Jahren fotografierte, existiert größtenteils nicht mehr. Viele Städte, Flusslandschaften und Ackerbaugebiete haben sich seither enorm verändert. Die Exponate spiegeln diese Entwicklung in aktuellen China-Bildern des renommierten Architekturfotografen Hans-Georg Esch wider. Seine großformatigen Fotografien zeigen Luftaufnahmen der heutigen Boom Cities des Landes, für deren Entstehung HG Esch eine Leica S-Profikamera mithilfe einer Drohne zum Fliegen brachte. Die Bilder knüpfen an seine bekannten Serien „Megacities“, „City and Structure“ und „Cities Unknown“ an, die sich von
hohen Standpunkten – wie Berggipfeln oder Hochhausdächern – aus mit dem rasanten Wachstum urbaner Metropolen, insbesondere in Asien, beschäftigen.
Aufgrund der Perspektivenwahl und der Schärfe, die in den Städte-Ansichten kleinste Details sichtbar macht, erlauben sie dem Betrachter ein unmittelbares Eintauchen in die fremden Welten. Der Blick von oben bricht zudem mit der Sehgewohnheit, weckt Neugier und verändert die menschliche Wahrnehmung in Bezug auf Größe und Bedeutung. Mit dem Einsatz einer Drohne eröffnen sich Hans Georg Esch nun, unter Beibehaltung seiner stets sorgfältig gewählten
Bildausschnitte, noch mehr Perspektiven, die aus dem Flugzeug oder Hubschrauber in dieser Präzision und Unabhängigkeit nicht denkbar wären. Die Technik ordnet sich der Arbeitsweise des Fotokünstlers unter – er selbst bleibt Herr über seine Sujets.

Flugpionier mit Leica Kamera
Als Wulf-Diether Graf zu Castell-Rüdenhausen im Jahr 1933 nach China entsandt wurde, um dort den Aufbau des Flugverkehrsnetzes zu unterstützen, war das moderne China gerade erst im Entstehen begriffen. Der damals 28-jährige Pilot frönte einer Leidenschaft für das Erkunden unbekannter Gebiete, und mit den Chinaflügen ging für ihn ein Traum in Erfüllung: „Schon nach den ersten Flügen war ich von der Eigenart der chinesischen Landschaft so überwältigt, dass ich
beschloss, ihre besondere Struktur im Lichtbild festzuhalten.“
Seine Leica Kamera erwies sich dabei als verlässliches Instrument. Sie erlaubte es Castell, auch bei feucht-tropischer Hitze und größter Kälte präzise fotografieren zu können. Flugzeug und Kamera wurden für ihn zur perfekten Einheit: „Sämtliche Aufnahmen sind mit einer Leica gemacht. Diese Kleinkamera hat für mich den Vorzug, dass ihr Schlitzverschluss von rechts nach links verläuft. Da der Führersitz sich auf der linken Seite befindet, konnte ich nur nach links heraus fotografieren. Daher genügte beim Tiefflug trotz der hohen Eigengeschwindigkeit von 200 Kilometer in der Stunde eine Belichtungszeit von 1/200 Sekunde, weil der Verschluss entgegen der Bewegungsrichtung des Objekts verläuft.“
Eine Auswahl der einmaligen Luftbilder veröffentlichte Castell erstmals im Jahr 1938 in dem Bildband „Chinaflug“. Rund 1.500 seiner Leica Aufnahmen sind bis heute erhalten. Die Leica Camera AG hat zahlreiche Negative in den Archiven des Deutschen Museums und des Völkerkundemuseums in München ausfindig gemacht und die Aufnahmen in einem aufwendigen Verfahren digitalisiert. Aus diesem Bestand wird nun erstmals eine Auswahl in Kooperation mit der Chinesischen Botschaft in Berlin gezeigt. Die Qualität der Negative erlaubt Großvergrößerungen bis hin zum Format 60 x 90 cm. Alle Exponate wurden exklusiv von der Leica Camera AG produziert.

Nach der Präsentation in der Chinesischen Botschaft, die Gastgeber der feierlichen Eröffnung am 11. Juni 2015 ist, wird die „Chinaflug“-Ausstellung zunächst vom 16. Juni bis 5. Juli im Chinesischen Kulturzentrum in Berlin und danach in Shanghai und Peking zu sehen sein. Im Anschluss werden alle Exponate, die exklusiv von Leica produziert wurden, einem noch zu bestimmenden chinesischen Museum als Geschenk zur chinesischen Geschichte übergeben.

Leica Camera

О компании Leica Camera

Leica Camera AG – производитель фотокамер и оптики для спорта и отдыха премиум-класса, осуществляющий свою деятельность в международном масштабе. Непререкаемый авторитет бренда Leica основывается на давних традициях внедрения передового опыта в изготовление оптики. И сегодня, обогатив высочайший уровень мастерства инновационными технологиями, Leica продолжает выпускать продукты, обеспечивающие наилучшее качество изображения в сфере визуализации и восприятия в любых ситуациях. Штаб-квартира Leica Camera AG расположена в городе Зольмс, земля Гессен, Германия. Кроме того, компания имеет производственные площади в Португалии, в городе Вила-Нова-де-Фамаликао. Компания осуществляет свою международную деятельность через филиалы, находящиеся в Англии, Франции, Японии, Сингапуре, Швейцарии, Южной Корее, Италии, Австралии и США. В последние годы главной движущей силой позитивного развития компании стали новые и инновационные продукты. 

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